Facebook Instagram
Mobil Navi

Rehwild

Rehwild-unsere kleinste Hirschtierart
 
In unseren Breiten stellt das Rehwild die häufigste und wuchsmäßig kleinste Hirschart dar. Das männliche Reh wird als Rehbock und das weibliche als Rehgeiß bezeichnet. Die Jungtiere nennt man Bockkitz bzw. Geißkitz. Heranwachsendes Rehwild heißt Schmalreh bzw. Jährlingsbock.
 
Rehe besiedeln die Randzonen von Wäldern und Gebüschen ebenso wie Wälder und deckungslose Feldflure und verhalten sich über mehrere Jahre sehr standorttreu. Ihr Revier markieren sie mit Drüsen oberhalb der Hufe und die Rehböcke zusätzlich mit Duftdrüsen auf der Stirn. Zieht der Herbst ins Land schließen sich Rehe zu kleinen Verbänden – sogenannten Sprüngen – zusammen.
 
Die Fellfärbung zeigt sich im Sommer braun-rot bis fahlgelb, die Innenseite der Läufe und des Unterbauches heller gefärbt. Der Wechsel vom Sommer- zum Winterfell vollzieht sich im Frühherbst. Zur besseren Isolierung ist jedes einzelne – nunmehr hell- bis dunkelgrau gefärbte – Haar hohl. Dieser Lufteinschluss dient im Winter einer besseren Wärmeisolierung.
 
Als Nahrungsquelle dienen Gräser und Kräuter sowie junge Baumtriebe, Knospen, Früchte und Pilze. Das hauptsächlich tagaktive Rehwild vollzieht die Nahrungsaufnahme in den frühen Morgenstunden sowie zum Abend hin und ist wie alle Hirscharten Wiederkäuer. Im Frühjahr und im Herbst braucht ein ausgewachsenes, ca. 20 kg schweres, Reh bis zu 4 Kilogramm Grünmasse pro Tag und legt stark an Gewicht zu. Die Gewichtszunahme im Frühjahr wird für die Brunftzeit im Juli und August gebraucht. Die im Herbst angelegten Reserven sichern das Überleben im nahrungsarmen Winter.
 
Zu seinen natürlichen Feinden zählen Fuchs, Luchs, Wolf und Wildschwein. Bei Gefahr flüchtet das Reh sofort, gibt Warnlaute von sich und verschwindet mit wenigen schnellen Sprüngen im dichten Unterholz oder Gebüsch. Die körperlichen Merkmale sind optimal diesem schnellen Schutzsuchen in dichter Vegetation angepasst: der hintere Teil des Rumpfes liegt höher als die Schulter, die Hinterläufe knicken im Sprunggelenk stark ein. Die Achtsamkeit wird von einem ausgeprägten Geruchssinn unterstützt: das Rehwild kann die Witterung eines Menschen auf mehr als 300 m Entfernung aufnehmen.
 
Beim Rehwild tragen nur die männlichen Tiere – die Böcke – ein Geweih. Bei einem ausgewachsenen Rehbock besteht das Geweih aus zwei rundlichen Stangen mit bis zu 20 cm Länge. Die Geweihstangen älterer Böcke haben meistens bis zu drei Stangenenden. Die Geweihstangen dienen dem Kampf mit Artgenossen. Mit an der Stangenbasis sitzenden Duftdrüsen markieren die Rehböcke zudem ihr Revier. Ab dem ersten Lebensjahr fällt das Geweih jährlich zwischen Oktober und November ab. Unter einer nährenden Basthaut startet sofort ein neues Wachstum. Im Frühjahr streifen die Böcke die Basthaut durch Fegen an Bäumen und Büschen ab. Damit endet das Wachstum für diesen Zyklus.
 
Von Mai bis etwa Mitte August markieren und verteidigen die Rehböcke mit Imponier- und Drohgebärden ihr Revier. Während der Brunft im Sommer gipfelt das Territorialverhalten in direkten Kämpfen mit dem Geweih.
Die Brunftzeit der Rehgeißen dauert nur etwa 4 Tage und beginnt rund 2 bis 3 Monate nach der Geburt des Kitzes. Die Rehböcke nehmen die Witterung der paarungsbereiten Rehgeißen auf und folgen ihnen über Tage innerhalb ihres Reviers.
Durch die sogenannte Keimruhe entwickelt sich das befruchtete Ei erst ab Dezember. Im darauffolgenden Mai und Juni erblicken einzelne oder Zwillingskitze das Licht der Welt. In seltenen Fällen werden Drillinge geboren. Der Kreislauf des Lebens beginnt von neuem.

Home > Wildfleisch kaufen > Reh

Diese Seite möchte Cookies speichern. Einverstanden Infos